Was alte Briefe aus Südwestdeutschland mit Erfurt zu tun haben
Vortrag im Ev. Augustinerkloster über handschriftliche Zeugen der Vergangenheit

PM 072/2026
Es ist wie eine Reise in eine längst vergangene Zeit. Jahrhundertealte Briefe von Theologen aus Südwestdeutschland ermöglichen wertvolle Einblicke in die Welt von damals. Wie diese Briefe erschlossen werden und was sie mit Erfurt zu tun haben, das berichtet Dr. Judith Steiniger bei einem Vortrag im Ev. Augustinerkloster zu Erfurt. Er findet statt am Donnerstag, 17. September, um 19 Uhr. Dazu lädt der Förderverein der Bibliothek des Evangelischen Ministeriums alle Interessierten herzlich ein. Der Eintritt ist frei.
Führende Theologen aus Württemberg, der Kurpfalz und Straßburg schrieben die Briefe zwischen 1550 und 1620. Darin berichten sie aber nicht nur über Fragen des Glaubens. Sie zeigen auch, wie Menschen damals über Politik und Kultur dachten. Ein Forschungsprojekt der Heidelberger Akademie der Wissenschaften untersucht diesen Briefwechsel. Daran wirkt auch Judith Steiniger mit. Sie zeigt in ihrem Vortrag am Beispiel von Erfurt auf, welche Erkenntnisse daraus gewonnen werden können.
Die Schreiber verfassten die Briefe auf Latein oder in frühem Neuhochdeutsch. Viele der Texte liegen noch als handschriftliche Originale vor. Die Wissenschaftler erfassen und ordnen die Briefe in mehreren Schritten. Dadurch werden diese wertvollen Quellen Fachleuten und anderen Interessierten zugänglich gemacht.
Dr. Judith Steiniger studierte Latein, Griechisch und Germanistik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Sie arbeitete unter anderem am Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar und am Institut für Schweizerische Reformationsgeschichte in Zürich.
Erfurt, den 11. September 2026
Kontakt: Dr. Michael Ludscheidt | Telefon: 0361/57 660-22
