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Augustinerkloster > Pressemitteilungen

Das Ev. Augustinerkloster zu Erfurt in der Presse

Wir veröffentlichen regelmäßig Pressemitteilungen in den lokalen Medien.
Hier erhalten Sie einen Einblick in unsere vielfältigen Veranstaltungen.

Verantwortlich: Markus Wetterauer, Telefon 0361/65 35 224, Mail: info@markus-wetterauer.de, augustinerkloster@gmx.de.


„Lasst lustig die Hörner erschallen“

Hornmusik aus vier Jahrhunderten im Evangelischen Augustinerkloster

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Potsdamer Hornquartett

PM 045/2019

„Lasst lustig die Hörner erschallen“ heißt es beim nächsten Sonntagskonzert im Evangelischen Augustinerkloster zu Erfurt. Das Potsdamer Hornquartett spielt am Pfingstsonntag, 9. Juni, um 17 Uhr Hornmusik aus vier Jahrhunderten. Daneben vermitteln die Künstler den Zuhörern Wissenswertes über ihre Instrumente – gehören doch Hörner in ihrer Urform zu den ältesten Instrumenten überhaupt. Später wurden sie bei fürstlichen Jagden gespielt und fanden dann Eingang in die Musik höfischer Kapellen. Das Konzert findet bei schönem Wetter im Kreuzgang des Klosters statt. Karten gibt es 45 Minuten vor Beginn für 10 (ermäßigt 7) Euro an der Tageskasse. Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt.

Das Potsdamer Hornquartett besteht nun schon seit 29 Jahren. Es setzt sich zusammen aus Mitgliedern des Deutschen Filmorchesters und freischaffenden Musikern. Mehrere Konzertreisen führten die Musiker nach Österreich. Auf dem Programm am Sonntag stehen sowohl volkstümliche als auch konzertante Stücke. So erklingen Lieder von Franz Schubert und Felix Mendelssohn genauso wie der bekannte Canon Johann Pachelbels. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Rolle des Waldhorns in der Jagdmusik. Darüber erzählen die Künstler, und sie spielen die „Jagszenen“ von Maximilian Kreuz und den „Jägerchor“ aus Carl Maria von Webers Oper „Der Freischütz“.

Erfurt, den 4. Juni 2019

Kontakt: LKMD Dietrich Ehrenwerth 0361/602 97 42, www.kirchenmusik-erfurt.de


Schulalltag in Erfurt vor achtzig Jahren

Tom Fleischhauer gibt Einblicke in Geschichte des Heinrich-Mann-Gymnasiums

PM 044/2019

Im April beging das Erfurter Heinrich-Mann-Gymnasium, Staatliches Gymnasium „Zur Himmelspforte“, seinen 175. „Geburtstag“. Schon seit 1844 besteht es als Bildungseinrichtung der Stadt. Einen Blick in die wechselvolle Geschichte der Schule wirft der Geschichtslehrer Tom Fleischhauer. Bei seinem Vortrag am Donnerstag, 6. Juni, im Evangelischen Augustinerkloster nimmt er besonders die Zeit zwischen ausgehender Weimarer Republik und Nationalsozialistischer Diktatur in den Blick. Der Abend beginnt um 19 Uhr und wird veranstaltet vom Förderverein der Bibliothek des Ev. Ministeriums. Der Eintritt ist frei.

Im Rahmen einer kleinen Jubiläumsfeier im Herbst erscheint eine Festschrift, die über die wechselvolle Geschichte der Schule berichten soll. Dazu haben fast 60 Autoren zusammen mit Tom Fleischhauer als Herausgeber verschiedene Aspekte aus drei Jahrhunderten Schule in Aufsätzen dokumentiert. Erstmals genauer beschrieben wird darin die Zeit zwischen Schulneubau (1928/1930) und Umbenennung in Heinrich-Mann-Oberschule (1951).

Fleischhauer fragt in seinem Vortrag besonders nach Aspekten des Schulalltags in dieser Zeit und Erinnerungen von damaligen Schülern. Erstmals vorgestellt werden sollen die Namen von jüdischen Schülern, die die Schule besuchten und auch ein besonderes Dokument wird eine Rolle spielen – der Klassenbrief, ein „Erinnerungsbuch der ehemaligen 8b/1942 der Himmelspforte“. Darin wird auch über die Zeit des Zweiten Weltkriegs berichtet. Das Buch wurde in einem Internet-Auktionshaus entdeckt und konnte mit großer Unterstützung des Stadtarchivs und von Privatpersonen für das Erfurter Stadtarchiv angekauft werden.

Erfurt, den 3. Juni 2019

Kontakt: Dr. Michael Ludscheidt, Tel. 0361/57 660-22


Ungeahnte Klangvielfalt mit Mundharmonika und Orgel

Sonntagskonzert in der Erfurter Augustinerkirche

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Maria Wolfsberger und Gerhard Noetzel

PM 043/2019

Kaum zu glauben, welche Klangvielfalt in einem so kleinen Instrument steckt – und wie gut es mit dem größten Instrument harmoniert: Mundharmonika und Orgel erklingen beim nächsten Sonntagskonzert in der Evangelischen Augustinerkirche zu Erfurt. Am Sonntag, 2. Juni, um 17 Uhr spielen Maria Wolfsberger und Gerhard Noetzel  Musik von Jacques Berthier, Zoltán Kodály und Josef Gabriel Rheinberger. Beide Künstler kennen sich schon seit über zehn Jahren und musizieren seitdem auch zusammen. Deshalb stehen auch eigene Kompositionen der beiden und Improvisationen auf dem Programm. Karten für 10 Euro (ermäßigt 7 Euro) gibt es eine dreiviertel Stunde vor Konzertbeginn an der Tageskasse. Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt.

Maria Wolfsberger ist mehrfache erste Preisträgerin in chromatischer Mundharmonika bei internationalen Wettbewerben in Holland, den USA und Deutschland. Sie war bis in Japan auf Konzertreisen und tritt immer wieder in Fernseh- und Radiosendungen auf. Seit 2014 arbeitet Wolfsberger als Stimmbildnerin des Bach-Chors Leipzig. Außerdem hat die Ordensschwester einen Lehrauftrag am kirchenmusikalischen Institut in Halle/Saale für Orgel, Gehörbildung und Musiktheorie inne.

Gerhard Noetzel studierte an der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik in Halle Orgel, Improvisation und Komposition. Als Kirchenmusiker wirkte er nach dem Studium in Wolmirstedt bei Magdeburg und im südbrandenburgischen Herzberg. Seit 2012 ist er als Orgelsachverständiger für die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland tätig. Zu Beginn des Jahres 2016 trat er die Domkantorenstelle in Halle an. Seitdem unterrichtet er auch am Kirchenmusikseminar Halle.

Erfurt, den 28. Mai 2019

Kontakt: LKMD Dietrich Ehrenwerth 0361/602 97 42, www.kirchenmusik-erfurt.de


Mitreißende Musik aus Brasilien

Künstler präsentieren Klänge ihrer Heimat in Erfurt

PM 040/2019

Dorival-RistoffMal traurig, mal fröhlich, aber immer kraftvoll: so sind die Lieder und Geschichten, die Dorival Ristoff in Erfurt vorstellen will. Der brasilianische Pfarrer und Liedermacher singt und spielt am Freitag, 31. Mai, um 18 Uhr in der Evangelischen Augustinerkirche bei der Abendandacht und anschließend bei einem Konzert um 20 Uhr in der Kaufmannskirche am Anger. Begleitet wird er von dem virtuosen Akkordeon-Künstler Luciano Camargo.

„Wir versuchen, über Musik unsere brasilianische Heimat einem internationalen Publikum zugänglich zu machen“, sagt Dorival Ristoff. Das Repertoire von ihm und Camargo besteht vorwiegend aus Liedern mit einem kulturellen und sozialen Hintergrund. Sie erzählen vom Leben der Menschen in Lateinamerika – hörenswert und mitreißend.

Ristoff war mehrere Jahre als Austausch-Pfarrer in Frankfurt am Main tätig. Er übertrug viele Liedtexte seiner Heimat ins Deutsche. Zusammen mit Camargo spielt er Instrumentalstücke, aber auch Lieder zum Mitsingen mit den typisch brasilianischen Rhythmen. Beide sind in diesem Jahr zu Gast beim Evangelischen Kirchentag in Dortmund und in den Tagen davor und danach unterwegs bei einer kleinen Tournee in Deutschland.

Brasilianische Klänge mit Luciano Camargo und Dorival Ristoff:
Freitag, 31. Mai 2019
18 Uhr Augustinerkirche (Abendandacht)
20 Uhr Kaufmannskirche (Konzert)
Der Eintritt ist frei.

Erfurt, den 27. Mai 2019

Kontakt: Pfarrer Bernd Prigge 0361/57 660-242


Sacro-Pop mit „Sacrapella“

Chor aus Ulm gestaltet Gottesdienst in der Ev. Augustinerkirche mit

PM 039/2019

Seit jetzt schon fast 20 Jahren gibt es den Chor „Sacrapella“ in Ulm. Die rund 50 Sänger haben sich vor allem dem Sacro-Pop, also moderner christlicher Chormusik verschrieben. Am Sonntag, 26. Mai, singen sie um 9.30 Uhr im Abendmahlsgottesdienst in der Evangelischen Augustinerkirche zu Erfurt. Zum Repertoire von „Sacrapella“ gehören Pop- und Gospelmusik ebenso wie Motetten und neue geistliche Lieder. Die Leitung hat Eckard Wiest.

Erfurt, den 23. Mai 2019

Kontakt: LKMD Dietrich Ehrenwerth 0361/602 97 42, www.kirchenmusik-erfurt.de


Leckerbissen an Martin Luthers Hochzeitstag

Evangelisches Augustinerkloster lädt zum Hochzeitsmenü des Reformators ein

Vorspeise bei Luthers Hochzeitsmenü: „Gepöckelt Brust-Fleysch von jungen Rindlin auf einer Tunke von Spinat und Löbenzahn“ (Foto: Augustinerkloster)

Vorspeise bei Luthers Hochzeitsmenü: „Gepöckelt Brust-Fleysch von jungen Rindlin auf einer Tunke von Spinat und Löbenzahn“ (Foto: Augustinerkloster)

PM 038/2019

„Luthers Hochzeitsmenü war ein ganz besonderes Festessen“, schwärmt Carsten Fromm. Der Kurator des Evangelischen Augustinerklosters freut sich deshalb umso mehr, dass dieses Festessen am Donnerstag, 13. Juni, um 19 Uhr im Kloster serviert wird. Küchenchef André Weißenborn und sein Team bereiten in der Küche des Augustinerklosters das originale mehrgängige Menü zu, das der Reformator und Katharina von Bora bei ihrer Heirat vor genau 494 Jahren, am 13. Juni 1525 gegessen haben.

Kartoffeln waren damals in Europa zwar noch unbekannt. Dafür gibt es allerhand andere Leckereien wie verschiedene Sorten Fleisch und Gemüse. Dazu erleben die Gäste des Abends im  Kloster humorvolle Streit- und Tischgespräche zwischen Martin und Katharina, gespielt von Annette Seibt und Reiner Gabriel. Karten gibt es für 49 Euro im Ev. Augustinerkloster, Augustinerstraße 10, Erfurt. Der Preis beinhaltet das Menü, das Theaterstück und einen Begrüßungstrunk.

Erfurt, den 21. Mai 2019

Kontakt: Kurator Carsten Fromm 0361/57 660-32


„… und suche Freud“

Sonntagskonzert mit Kammerchor CantART im Evangelischen Augustinerkloster

Kammerchor CantART

Kammerchor CantART

PM 037/2019

„Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ heißt ein bekanntes Sommerlied von Paul Gerhard. Auch der Kammerchor CantART aus Halle begibt sich in diesem Sommer auf die Suche nach Freude und entdeckt sie in Kompositionen von Bach, Pachelbel, Purcell, Hessenberg und vielen mehr. Sie erklingen beim Sonntagskonzert am 26. Mai um 17 Uhr im Evangelischen Augustinerkloster zu Erfurt. Karten für 10 (ermäßigt 7) Euro sind erhältlich an der Tageskasse ab 16.15 Uhr.

Neben der Freude am Glauben und der Schöpfung erklingen bei dem Konzert als Kontrast auch ernste Werke von Mendelssohn, Brahms, Herzogenberg und aus dem altbachschen Archiv. Sie haben Leid und Not zum Thema. Am Ende wird besungen, wie beides durch die Gnade Gottes überwunden und trotz allem – nicht zuletzt in der Musik – Freude gefunden werden kann. Damit erwartet die Zuhörer ein abwechslungsreiches und kontrastreiches Programm vom Barock bis zur Moderne.

Der Kammerchor CantART wurde 2001 von Studenten aus Halle (Saale) und Leipzig ins Leben gerufen. 2016 übernahm Kirchenmusiker Martin Tuchscherer die musikalische Leitung. Das Repertoire von CantART umfasst geistliche und weltliche a-cappella-Musik aller Epochen. Ziel ist es, jedes Werk in seiner ganz eigenen Qualität dem Publikum nahe zu bringen.

Erfurt, den 20. Mai 2019

Kontakt: LKMD Dietrich Ehrenwerth 0361/602 97 42, www.kirchenmusik-erfurt.de


Sonntagskonzert-Reihe beginnt mit Augustiner-Vocalkreis

Acht Veranstaltungen bis Anfang Juli im Erfurter Augustinerkloster geplant

Augustiner-Vocalkreis

Augustiner-Vocalkreis

PM 035/2019

Mit Beginn der wärmeren Jahreszeit starten auch wieder die Sonntagskonzerte im Evangelischen Augustinerkloster zu Erfurt. Acht Konzerte stehen in diesem Jahr auf dem Programm, von Mitte Mai bis Anfang Juli. Den Auftakt macht der Augustiner-Vocalkreis am Sonntag, 19. Mai, um 17 Uhr – mit Werken von Claudio Monteverdi, Felix Mendelssohn, Joseph Gabriel Rheinberger, Ola Gjeilo, Javier Busto und anderen. Die Leitung hat Dietrich Ehrenwerth. Karten für 10 (ermäßigt 7) Euro gibt es eine dreiviertel Stunde vor Beginn an der Tageskasse.

Erst vor wenigen Tagen sind die 30 Sängerinnen und Sänger mit ihrem Dirigenten zu einer Chorreise in der Kurpfalz unterwegs gewesen. In den vergangenen Jahren gastierte der Augustiner-Vocalkreis auch schon in fast allen anderen Bundesländern, außerdem in Polen, Tschechien, Spanien, Schweden, Italien und Frankreich.

Das Ensemble wurde 1992 gegründet und zählt heute zu den führenden nicht-professionellen Kammerchören Mitteldeutschlands. Obwohl der Vocalkreis ein Laienchor ist, bringen die Mitglieder meist eine langjährige Chorerfahrung oder musikalische Ausbildung mit. Im Laufe der Jahre hat sich der Augustiner-Vocalkreis ein umfassendes, abwechslungsreiches Repertoire aus der Literatur verschiedener Jahrhunderte erarbeitet. Schwerpunkt sind dabei Werke aus dem 20. und 21. Jahrhundert.

Erfurt, den 14. Mai 2019

Kontakt: LKMD Dietrich Ehrenwerth 0361/602 97 42, www.kirchenmusik-erfurt.de


Bedeutendste Erfurter Chronik digital aufbereitet

Eigene Internet-Seite freigeschaltet – Neue Möglichkeiten für Wissenschaftler

PM 034/2019

Wer die Geschichte der Stadt Erfurt erforscht, hat künftig ganz neue Möglichkeiten. Denn die bedeutendste Chronik der Stadt steht jetzt digital und übertragen aus der Handschrift auf einer eigenen Internet-Seite zur Verfügung (www.bibliothek-augustinerkloster.de). Es handelt sich um die „Chronica von Thüringen und der Stadt Erffurth insonderheit“ von Zacharias Hogel dem Mittleren (1611-1676). Zahlreiche Wissenschaftler und Institutionen waren an dem Projekt beteiligt.

Die Handschrift der Chronik steht in der in der Bibliothek des Evangelischen Ministeriums im Erfurter Augustinerkloster – zusammen mit vielen anderen Kostbarkeiten vergangener Jahrhunderte. Das Problem: bisher gab es diese Handschrift nicht als gedruckte Ausgabe. Durch die Professur für Antike Kultur an der Universität Erfurt und Prof. Dr. Kai Brodersen wurde die Erschließung der Chronik angestoßen und anfinanziert. Mit Sonja Gegenwart B. A. konnte eine Expertin für die Transkription des Manuskripts gewonnen werden. Die Sparkassenstiftung Erfurt förderte dieses bedeutende Projekt der Universitätsgeschichte gern mit 3.500 Euro. Im Digitalisierungszentrum der Universitäts- und Landesbibliothek Jena (ThULB) wurde die Handschrift schließlich digitalisiert.

„Damit werden den Forschungen zur Geschichte der Stadt Erfurt auf den verschiedensten Gebieten wie Kirchen- und Kulturgeschichte, Denkmalpflege, Universitäts- und Bildungsgeschichte ganz neue Möglichkeiten eröffnet“, so der Leiter der Bibliothek des Ev. Ministeriums Dr. Michael Ludscheidt. Diese Möglichkeiten werden mit einer eigenen Internet-Seite für das Projekt noch einmal erweitert. Gestaltet wurden die Seiten von der ThULB gemeinsam mit der Jenaer Agentur Justorange. Auch die Bibliothek des Evangelischen Ministeriums verfügt ab sofort über eine eigene Domain, über die die Hogel-Chronik und weitere Digitalisate aus dem historischen Handschriften- und Buchbestand aufrufbar sind.

Erfurt, den 13. Mai 2019

Kontakt: Dr. Michael Ludscheidt, Tel. 0361/57 660-22


„Schau an der schönen Gärten Zier“

Evangelisches Augustinerkloster beteiligt sich am „Tag der offenen Gärten“

PM 032/2019

„Ich habe einen Garten gepflanzt, einen Brunnen errichtet und beides mit rechtem Erfolg“, schrieb der Martin Luther einst an seinen Freund Georg Spalatin. Der Reformator liebte Gärten – ob schon seit seiner Kindheit oder vielleicht erst seit seiner Zeit als Augustinermönch in Erfurt, ist nicht sicher. Der Garten des Evangelischen Augustinerklosters in Erfurt jedenfalls ist für alle Gartenfreunde am Sonntag, 19. Mai, beim „Tag der offenen Gärten“ von 12 bis 16 Uhr geöffnet.

„Schau an der schönen Gärten Zier“ heißt es schon ab 9.30 Uhr beim Abendmahlsgottesdienst, der im Klostergarten beginnt und im Renaissancehof mit einem Kirchenkaffee endet. Ab mittags führt dann Gartenbau-Fachmann Lutz Großkopf Interessierte durch den Klostergarten und erläutert dessen Aufbau und Gestaltung. Darüber hinaus ist auch der Rosengarten geöffnet. Über die Gestaltung alter Klostergärten und wie Pflanzen und Heilkräuter dafür ausgewählt wurden, können sich die Besucher auf der Grundlage eines frühen botanischen Werks aus dem Jahr 827 informieren – des „Liber de Cultura Hortorum“. Außerdem gibt es zum Genießen Kräuterquarkbrote und Kaffee und Kuchen im Renaissancehof.

Beim „Tag der offenen Gärten“ in Erfurt haben fast 20 Gärten in ganz Erfurt geöffnet. Einen Übersichtsplan erhalten alle Interessierten in den vier „Eingangsgärten“. Dabei handelt es sich um den Kräutergarten am Dom, den Garten Trebert in der Andreasstraße 41, das „Apfelgut“ im Steigerwald an der Rhodaer Chaussee und den Lagune-Naturgarten in der Werner-Uhlworm-Straße.

Erfurt, den 12. Mai 2019

Kontakt: Pfarrer Bernd Prigge 0361/57 660-242, Kurator Carsten Fromm 0361/57 660-32 und Bildungsreferent Axel Große 0361/ 57 660-94.


Händel, Gospel und Venedig

Musik und italienische Impressionen bei Nacht der Kirchen und der Synagoge im Evangelischen Augustinerkloster

PM 031/2019

Venezianische Impressionen, chorsinfonische Musik von Händel und Gospelklänge – damit lockt das Evangelische Augustinerkloster in diesem Jahr zur „Nacht der Kirchen“ in Erfurt. Auftakt für das Programm am Samstag, 18. Mai, ist um 19 Uhr mit einem etwa einstündigen Konzert von Augustiner-Kantorei und Andreas-Kammerorchester unter Leitung von Dietrich Ehrenwerth. Zu hören ist das Dettingen Te Deum. Georg Friedrich Händel komponierte es anlässlich der Rückkehr des englischen Königs nach dem britischen Sieg über französische Truppen in Dettingen bei Aschaffenburg. Außerdem erklingen die A-cappella-Stücke „Kyrie“, „Ehre sei Gott in der Höhe“ und „Heilig“ von Felix Mendelssohn und die Orchestersuite Nr. 3 D-Dur von Johann Sebastian Bach. Solisten sind Dorothea Zimmermann (Alt), Sören Richter (Tenor) und Martin Schicketanz (Bass).

Von 2010 bis 2018 war Augustinerpfarrer Bernd Prigge evangelischer Pfarrer in Venedig. Darüber berichtet er ab 20.15 Uhr im Haus der Versöhnung. In lockerer Atmosphäre erzählt er vom Alltag und Leben in der Lagunenstadt. Natürlich können die Besucher auch Fragen an ihn stellen. Passend dazu bereitet der Freundeskreis des Klosters zum Genießen Aperitifs und Cicchetti aus Venedig vor.

Um 21.30 Uhr beginnt in der Augustinerkirche ein Gospel-Gottesdienst mit Pfarrer Prigge und dem Chor „Heaven’s Garden“ unter der Leitung von Manuel Bethe. Im Mittelpunkt steht dabei die Musik afroamerikanischer Kirchengemeinden. Beim abschließenden Konzert mit „Heaven’s Garden“ ab 22.30 Uhr swingt die ganze Augustinerkirche noch einmal, wenn es bei Gospels, Spirituals und christlichen Pop-Songs heißt: „This is the day“. Der Eintritt ist frei – um eine Spende wird gebeten.

Erfurt, den 12. Mai 2019

Kontakt: Pfarrer Bernd Prigge 0361/57 660-242 und LKMD Dietrich Ehrenwerth 0361/602 97 42


300. Geburtstag des „Erfinders“ von Facebook

Ute Pott stellt im Ev. Augustinerkloster Johann Wilhelm Ludwig Gleim vor

PM 030/2019

Lässt sich Johann Wilhelm Ludwig Gleim als „Erfinder“ von Facebook & Co. bezeichnen? Die Antwort von Dr. Ute Pott lautet beherzt „ja“. Pott ist Direktorin des Gleimhauses in Halberstadt, einem der ältesten deutschen Literaturmuseen. Dort lebte im 18. Jahrhundert der Dichter, Sammler und Förderer Gleim. Zu seinem 300. Geburtstag stellt ihn Dr. Ute Pott in der Bibliothek des Evangelischen Ministeriums im Erfurter Augustinerkloster vor. Ihr Vortrag am Donnerstag, 16. Mai, beginnt um 19 Uhr und der Eintritt ist frei. Dazu lädt der Förderverein der Bibliothek ein.

Johann Wilhelm Ludwig Gleim schrieb er eine Vielzahl von Werken, die impulsgebend auf die nächste Dichter-Generation gewirkt haben. Er schuf ein Freundschaftsnetz von großem Ausmaß. Befreundet war er unter anderem mit Klopstock, Wieland (auch in seiner Erfurter Zeit), Anna Louisa Karsch, Voß und Seume. Im Alter wurde er zum größten bürgerlichen Förderer junger Dichter im nord- und mitteldeutschen Raum. Seine reiche Sammlung von Porträtgemälden – darunter auch ein Bildnis der Erfurter Statthalters Carl Theodor von Dalberg – und Handschriften und eine beeindruckende Bibliothek wollte er öffentlich genutzt sehen. Die Direktorin des Gleimhauses, Dr. Ute Pott, stellt in ihrem Vortrag Gleim als gefeierten Dichter, Genie der Freundschaft, Netzwerker der Aufklärung und als Visionär in Halberstadt vor – und beleuchtet den Jubilar auch vor dem Hintergrund aktueller Fragestellungen.

„Gerade die Offenheit in der Kommunikation über mehrere Generationen hinweg macht Gleim für mich zu einer besonderen Persönlichkeit“, so Pott. „Deshalb ist er auch heute noch, jenseits des literarischen Werks, in höchstem Maß interessant. Dass er zudem wünschte, dass der Gedanke der Humanität an die nachfolgenden Generationen vermittelt werden sollte, lässt ihn zusätzlich sehr modern erscheinen.“

Erfurt, den 9. Mai 2019

Kontakt: Dr. Michael Ludscheidt, Tel. 0361/57 660-22


Zwischen Revolution, Nationalversammlung und Bauhaus

Erfurt 1919 als Thema beim Augustinergespräch mit Dr. Steffen Raßloff

PM 028/2019

Es war ein doppelter Aufbruch in die Moderne: während 1919 die Weimarer Nationalversammlung die Verfassung für die erste deutsche Demokratie erarbeitete, profilierte sich das ebenfalls in Weimar gegründete Bauhaus zum Wegbereiter der Moderne in Architektur und Design. Was gleichzeitig im benachbarten Erfurt vorging, beleuchtet der Historiker Dr. Steffen Raßloff beim nächsten Augustinergespräch am Donnerstag, 9. Mai, um 19 Uhr im Evangelischen Augustinerkloster zu Erfurt.

Bei den Jubiläumsfeiern steht meist Weimar im Vordergrund. Aber auch Erfurt spielte in der turbulenten Zeit nach Erstem Weltkrieg und Novemberrevolution 1918 als unruhige Industriegroßstadt eine wichtige Rolle. Nicht nur, dass sich Erfurt ebenfalls als Sitz der Nationalversammlung beworben hatte. Erfurt spiegelt beispielhaft die damalige dramatisch-schillernde Epoche, die geprägt war von Krisen, Bürgerkrieg und „Goldenen Zwanzigern“.

„Die Stadt stieg zu einem Zentrum moderner Kultur, besonders des Expressionismus auf“, stellt Raßloff fest. Entsprechend schlug sich die Reformarchitektur des Bauhauses im Stadtbild nieder. „Zugleich zieht sich die Spur des politischen Radikalismus vom blutigen Kapp-Putsch 1920 bis hin zum Untergang der Republik in der NS-Diktatur 1933. Mit dem Kommunalwahlsieg des rechtsradikalen Skandalpolitikers Adolf Schmalix 1929 hatte Erfurt auch hier für nationale Schlagzeilen gesorgt.“

Der Historiker Dr. Steffen Raßloff ist Mitglied der Historischen Kommission für Thüringen und Autor zahlreicher Publikationen zu Erfurt, Thüringen und Mitteldeutschland. 2018 gehörte er zu den Autoren des Bestsellers „Deutsche Geschichte. Die große Bild-Enzyklopädie“. Raßloff arbeitet auch als Kurator und Medienexperte, unter anderem für MDR und ZDF.

Erfurt, den 3. Mai 2019

Kontakt: Dr. Michael Ludscheidt, Tel. 0361/57 660-22


Ein Beitrag des MDR Thüringen Journals über die Amtseinführung von Augustinerpfarrer Bernd S. Prigge

https://my.hidrive.com/lnk/KdgCtDic

Quelle: MDR Thüringen Journal


Luthers schlaflose Nächte

Neue Abend-Führungen durch das Evangelische Augustinerkloster zu Erfurt

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PM 026/2019

Bei Kerzenschein durchs Augustinerkloster – diese ganz besondere Atmosphäre kann man ab sofort immer freitags ab 21 Uhr erleben. Michael Utzel und Augustinerpfarrer Bernd Prigge führen alle Interessierten dann durch die Lutherstätte. Die Teilnehmer der neuen Abend-Führungen erfahren dabei etwas über Martin Luther, der hier von 1505 bis 1511 als Mönch lebte und dabei viele schlaflose Nächte verbrachte. Luther rieb sich an Regeln seiner Kirche, beschäftigte sich tage- und nächtelang mit der Frage, wie er Gott gnädig stimmen kann – und bekam so in Erfurt letztlich die entscheidenden Impulse für die spätere Reformation.

„Im Schein der Kerzen sieht man das Kloster in einem ganz neuen Licht“, sagt Pfarrer Bernd Prigge. Diese Stimmung bei der Abend-Führung verstärkt sich noch, wenn im Kreuzgang das eine oder andere alte Kirchenlied angestimmt wird. Der Rundgang schließt im Klosterkeller bei einem „Gute-Nacht-Tropfen“ – für Erwachsene ein Kräuterlikör und für Kinder ein Apfelmost. Die Kosten für die Führung belaufen sich auf 11 Euro (6 Euro für Kinder ab zwölf Jahren). Gruppen sollten sich anmelden und können diese Führung auch an anderen Tagen buchen.

Neben den Abendführungen bei Kerzenschein plant das Evangelische Augustinerkloster eine ganze Reihe von neuen thematischen Führungen. Dazu gehören Führungen zu den Bücherschätzen des Klosters, zum Augustinerkloster zu DDR-Zeiten, zu Irrtümern über Martin Luther, zu den Glasmalereien in der Kirche, zum Leben der Heiligen Elisabeth und zur Esskultur im Kloster und im Hause Martin Luthers. Diese Führungen können in Kürze für Gruppen ab zehn Teilnehmern gebucht werden.

Erfurt, den 22. April 2019


Richtschnur für den Hochschul-Alltag

Vortrag über die Statuten der Erfurter Universität im 15. und 16. Jahrhundert

PM 018/2019

Die Universität Erfurt gehört zu den ältesten in Deutschland. Als erste erhielt sie 1379 die Erlaubnis zur Gründung, als dritte nahm sie 1392 den Lehrbetrieb auf – und schnell mauserte sie sich zu einer der bedeutendsten im ganzen Land. Auch der spätere Reformator Martin Luther studierte hier. Wie die Erfurter Universität in den Anfangsjahren organisiert war, ist bei einem Vortrag im Evangelischen Augustinerkloster zu erfahren. Am Donnerstag, 21. März, beschäftigt sich Frank-Joachim Stewing mit der Überlieferung der Hochschulstatuten bis in das beginnende 16. Jahrhundert. Zu dem Vortrag ab 19 Uhr lädt der Förderverein der Bibliothek des Ev. Ministeriums ein. Der Eintritt ist frei.

Stewing hat in akribischer Kleinarbeit die handschriftlichen Sitzungsprotokolle und Statuten der Erfurter Universität zwischen 1411 und 1521 erforscht. Bei diesen Statuten handelt es sich um verbindliche Leitlinien, nach denen der Alltag in der Hochschule und ihren Fakultäten reglementiert war. Anhand von Beispielen beleuchtet Stewing in seinem Vortrag Fragen zur Studienorganisation, zum Lehrangebot und zur Verwaltung der Hochschule. Dabei geht es auch um den Konflikt zwischen Universität und Stadt Erfurt, deren Bewohner den privilegierten Studenten und Professoren oft feindlich gegenüber standen.

Frank-Joachim Stewing studierte Geschichte, Kunstgeschichte und Germanistik. Er arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Erfurt und forscht vor allem über Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit. Davor war er in historischen und wissenschaftlichen Bibliotheken beschäftigt, so an der Universitäts-Bibliothek Leipzig, der Stiftsbibliothek Zeitz und der historischen Bibliothek der Stadt Rudolstadt.

Erfurt, den 18. März 2019


Ab ins Kloster!

Evangelisches Augustinerkloster zu Erfurt lädt ein zu „Klostertagen“

PM 014/2019

Ob zu Ostern oder zu Weihnachten, im Sommer mit Bossa Nova-Konzert oder im Herbst mit Fastenwanderungen – das Augustinerkloster zu Erfurt bietet ein eigenes Programm an unter dem Titel „Klostertage“.

Die ersten „Klostertage“ in diesem Jahr finden zu Ostern statt. „Vom Dunkel ins Licht“ heißen sie. Wer die Kar- und Ostertage in Gemeinschaft erleben möchte, ist vom 18. bis 22. April 2019 eingeladen. Augustinerpfarrer Bernd Prigge feiert mit den Gästen die besonderen Gottesdienste dieser Tage. Dazu gehören das Tischabendmahl mit einem gemeinsamen Abendessen am Gründonnerstag in der Kirche, die Feier der Todesstunde von Jesus am Karfreitag und als Höhepunkt die Osternacht am frühen Ostermorgen mit anschließendem Frühstück. Daneben besteht die Möglichkeit, an den regelmäßigen Gebetszeiten und vielen Gespräche über biblische und andere Themen teilzunehmen.

Darüber hinaus können die Gäste allein oder mit anderen die Zeit zu Unternehmungen in Erfurt nutzen. Gerade kirchenmusikalisch gibt es in der Stadt über die Ostertage ein interessantes Programm. Die Kosten für diese Klostertage belaufen sich auf 105 Euro (ohne Übernachtung), 281 Euro (mit Übernachtung im Einzelzimmer) oder 243 Euro (Übernachtung im Doppelzimmer). Weitere Informationen und Anmeldungen unter: info@augustinerkloster.de oder bernd.prigge@augustinerkloster.de.

Drei weitere Male hat Pfarrer Prigge für dieses Jahr Klostertage vorbereitet. Vom 2. bis 5. August gibt es „Zeit für Körper und Seele“, unter anderem mit einem Bossa Nova-Konzert. Vom 19. bis 25. Oktober stehen Klostertage mit Fastenwandern auf dem Programm. Und „Weihnachten wie bei Luther“ können Interessierte vom 23. bis 26. Dezember feiern. Das genaue Programm ist im Internet unter http://www.augustinerkloster.de/geistliches-leben-klostertage-2019/ zu finden.

Das Augustinerkloster in Erfurt ist eine internationale Lutherstätte mit jährlich über 100.000 Besuchern.  Martin Luther lebte von 1505 bis 1511 in dem Kloster, das heute noch als Ensemble weitgehend so erhalten ist wie zur Zeit der Reformation. Heute ist das über 700 Jahre alte Augustinerkloster ein internationales Tagungszentrum mit Möglichkeit zum Übernachten, mit Dauerausstellung und täglichen Führungen.

Erfurt, den 28. Februar 2019


Jahrelange Forschungsarbeit zu Erfurter Familien

Rolf-Dieter Dominicus legt Buch über historische Geschlechter in der Stadt vor

PM 013/2019

Es war eine Sisyphos-Arbeit. Acht Jahre lang hat sich Rolf-Dieter Dominicus mit dem Thema „Historische Geschlechter in und um Erfurt 1100–1800“ beschäftigt. Wenn er die Zeit für die Vorstudien mit dazu nimmt, dann war es noch sehr viel länger. Jetzt ist sein Buch dazu endlich fertig. Der Ratinger Dominicus entdeckte nach der Wende seine Liebe zur Stadt Erfurt und besuchte sie immer wieder. Nicht zuletzt, weil auch Vorfahren von ihm aus der Stadt sind.

In dem Buch zeichnet er die Geschichte bedeutender Erfurter Familien nach. Nachdem sich die mittelalterliche Kaufmannsstadt von der Herrschaft der Mainzer Erzbischöfe gelöst hatte, hatten diese Familien in der Stadt das Sagen. Wie sie sich im Rat ihre Macht gesichert haben, erzählt Dominicus in seinem Werk.

„Die aus dem Eichsfeld stammende Familie Strecker liegt mir besonders am Herzen“, berichtet er. „Ihr erfurtischer Zweig mit dem Universitätsrektor und Oberratsmeister Wilhelm Strecker (1689–1765) und seinem Sohn Alexander (1720–1804) spielte im 18. Jahrhundert eine besondere Rolle in Erfurt. Es handelt sich um ein immer noch blühendes Geschlecht, das vor einigen Jahren seinen Familientag in Erfurt abhielt.“

Immer wieder erlebte der Autor bei seinen Recherchen Überraschungen. So entdeckte er mehrmals Bilder, die er zur Illustration seines Buchs gut nutzen konnte. Und verblüffend waren für ihn auch Erkenntnisse zu den Häusernamen in Erfurt. So erfuhr er, dass unter älteren Erfurtern das Haus „Zum güldenen Rade“ (Marktstraße 50) unter dem Namen „Hoffmannsche Tabakfabrik“ bekannt ist – und das im Krieg zerstörte Haus „Zum güldenen Schiffchen“ (Schlösserstraße 22–23) unter dem Namen „Schnaps Bauke“.

Das Buch Historische Geschlechter in und um Erfurt 1100–1800 hat 288 Seiten und ist erhältlich im Buchhandel zum Preis von 29,80 Euro. Der Auto Dr. Rolf-Dieter Dominicus ist Psychotherapeut, Philosoph und Geschichtswissenschaftler. Herausgeber ist die Stiftung Stoye. Zweck der Stiftung ist die genealogische Erfassung von Familien und Geschlechtern im mittel- und ostdeutschen Raum. In der Schriftenreihe der Stiftung sind bisher über 70 Bände erschienen.

Erfurt, den 27. Februar 2019


Zeichenlehrer, Buchautor und engagierter Bürger

Abend über den Erfurter Heinrich Kruspe im Evangelischen Augustinerkloster

PM 011/2019

Heinrich Kruspe lebte im Zentrum von Erfurt. In seinem Haus am Wenigemarkt arbeitete er in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Zeichenlehrer und schrieb Bücher. Bekannt ist er auch als engagierter Bürger und Chronist seiner Heimatstadt. So stammen von ihm das Buch „Erfurter Bilderchronik“ und viele Zeichnungen aus der Erfurter Altstadt. Richtig erforscht war sein Leben bisher allerdings noch nicht. Etwas Licht ins Dunkel will die Geschichtswissenschaftlerin Helene Jung bringen. Sie berichtet unter dem Titel „Nachlass eines Erfurter Zeichenlehrers“ am Donnerstag, 21. Februar, um 19 Uhr im Augustinerkloster über ihn.

Helene Jung hat Wissens- und Kulturgeschichte an der Universität Erfurt studiert. Für ihre Abschluss-Arbeit beschäftigte sie sich mit dem Nachlass von Heinrich Kruspe. Dazu begab sie sich auf Spurensuche ins Stadtarchiv, Angermuseum, Stadtmuseum, das Staatsarchiv Gotha und die Universitätsbibliothek. In ihrem Vortrag berichtet Jung von der Erforschung dieser Quellen, wie sie zu bewerten sind, und welches Bild sich daraus über Kruspe, sein Leben, Wirken und Weiterleben ergibt. Der Eintritt zu ihrem Vortrag in der Bibliothek des Evangelischen Ministeriums ist frei. Dazu lädt der Förderverein der Bibliothek ein.

Erfurt, den 18. Februar 2019


„Wir nehmen Sie ins Gebet“

Im Evangelischen Augustinerkloster wird täglich für andere gebetet – Gebetsanliegen können auch online mitgeteilt werden     

PM 009/2019

Dort, wo Martin Luther schon vor 500 Jahren Gott angerufen hat, wird heute noch täglich für die Sorgen und Nöte anderer gebetet. Jeden Mittag um 12.00 Uhr werden im Evangelischen Augustinerkloster zu Erfurt die konkreten Gebetsanliegen von Besuchern und internationalen Gästen in einer Andacht aufgenommen und vor Gott getragen. In der Augustinerkirche können die Fürbitten an einer Gebetstafel niedergeschrieben oder ab sofort auch per Email dem Kloster mitgeteilt werden.

Die Möglichkeiten des Gebets für andere liegen dem neuen Augustinerpfarrer Bernd Prigge besonders am Herzen: “Manchmal ist es eine schwere Krankheit, die Angst um den Arbeitsplatz oder ein Problem in der Familie: Immer wieder erschüttern Krisen das eigene Leben. Dann tut es gut, seine Sorgen mit anderen zu teilen. Oftmals fehlt einem selbst die Kraft dazu. Und es tut gut zu wissen, dass andere Christen für einen beten und die Sorgen vor Gott bringen. Ich freue mich, dass diese Tradition des regelmäßigen Gebetes durch zahlreiche Ehrenamtliche im Augustinerkloster seit vielen Jahren Bestand hat.“

Die Gebetsanliegen können anonym auf Karten geschrieben werden, die im Augustinerkloster und an mehreren Stellen in Erfurt ausliegen. Anschließend können die Karten an eine Tafel in der Augustinerkirche geheftet werden. Daneben besteht die Möglichkeit, die Gebets-Anliegen per Mail zu schicken an gebet@augustinerkloster.de.

Die Mittagsgebete finden von Montag bis Samstag um 12 Uhr in der Evangelischen Augustinerkirche statt. Außerdem gibt es täglich ein Abendgebet um 18 Uhr. Besonders für internationale Gäste in Erfurt findet das Abendgebet jeden Donnerstag in englischer Sprache statt.

Das Augustinerkloster in Erfurt ist eine internationale Lutherstätte mit jährlich über 100.000 Besuchern.  Martin Luther lebte von 1505 bis 1511 in dem Kloster, das heute noch als Ensemble weitgehend so erhalten ist wie zur Zeit der Reformation. Heute ist das über 700 Jahre alte Augustinerkloster ein internationales Tagungszentrum mit Möglichkeit zum Übernachten, mit Dauerausstellung und täglichen Führungen.

Erfurt, den 14. Februar 2019


Einzigartige Philatelie-Sammlung jetzt in Erfurter Bibliothek

Förderverein holt umfangreiche Luther-Sammlung ins Ev. Augustinerkloster

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PM 008/2019

Es dürfte eine einzigartige Sammlung sein, die Horst Prelle in den vergangenen Jahren zusammengetragen hat. Der 83-Jährige aus Hennef bei Bonn hat auf fast 1.200 Seiten in zehn dicken Ordnern so ziemlich alles gesammelt, was er im Bereich Philatelie zu „Martin Luther und 500 Jahre Reformation“ finden konnte. Dazu gehören Briefmarken, Ersttagsbriefe, Poststempel, Postkarten und Münzen. Jetzt wechselt die Sammlung den Besitzer. Künftig gehört sie zur Bibliothek des Ev. Ministeriums im Augustinerkloster. Bibliotheks-Leiter Dr. Michael Ludscheidt freut sich denn auch über diese „großartige Sammlung“, die der Förderverein angekauft hat.

Horst Prelle beschäftigt sich seit seiner Jugend mit Briefmarken und sammelte schwerpunktmäßig Marken aus Deutschland. Vor rund zwei Jahrzehnten stieg er um auf thematische Philatelie und vor rund zehn Jahren begann er, alles rund um das Thema Martin Luther und die Reformation zu sammeln. „Auf Briefmarken-Auktionen, bei Ausstellungen, anderen Sammlern und im Internet fand ich ansprechendes Material für meine Sammlung“, erzählt er. „Der größte Teil stammt aus Deutschland, ganz speziell aus dem Jahr 2017 mit dem Reformations-Jubiläum.“ Aber auch exotische Länder, die kaum eine Beziehung zu Luther haben, kamen mit graphisch guten Motivbildern auf den Markt. Als Beispiel nennt er Zentralafrika, Mali, Kongo, Benin, Kanada und Surinam.

Natürlich hat Prelle selbst auch Lieblingsstücke in der Sammlung. Dazu gehören Briefe und Karten aus der Zeit vor dem 20. Jahrhundert, „die selten und selten preiswert sind“ – zum Beispiel ein Brief aus dem niederbayerischen Metten von 1868.

Prelle ist ein ausgewiesener Kenner der Materie. In der Fachpresse veröffentlichte er in den vergangenen Jahren wiederholt Beiträge zum Thema Martin Luther und Reformation. Er freut sich, dass seine Sammlung jetzt in guten Händen ist: zum einen, weil sie im Erfurter Augustinerkloster und damit in einer Lutherstätte untergebracht ist; zum anderen, weil sie in der Bibliothek des Ev. Ministeriums fachgerecht aufbewahrt und Interessenten zugänglich gemacht wird.

Erfurt, den 12. Februar 2019


Klösterliche Braukunst im Mittelalter

Abend im Ev. Augustinerkloster zu Erfurt über das Bierbrauen

PM 002/2019

Bier galt im Mittelalter und der Frühen Neuzeit nicht als Genussmittel. Es war vielmehr Trinkwasser, das durch Erhitzen und Vergären mit Alkohol aufbereitet wurde. Das Bierbrauen zählte ganz selbstverständlich zur Hauswirtschaft, vor allem in den Klöstern. So spielte es auch in den Erfurter Klöstern neben dem Weinanbau und der Weinverarbeitung von Anfang an eine wichtige Rolle. Um die klösterliche Braukunst im Mittelalter geht es bei einem Abend im Ev. Augustinerkloster zu Erfurt am Mittwoch, 16. Januar, um 19 Uhr, im „Haus der Versöhnung“. Der Unkostenbeitrag beträgt 5 Euro.

Der Historiker Tim Erthel stellt bei dem Abend zunächst schriftliche, bildliche und archäologische Quellen zum klösterlichern Braugewerbe vor. „Bier als Grundnahrungsmittel der damaligen Zeit musste in einem Kloster, wo Mönche, Laien und Gäste verköstigt wurden, ausreichend zur Verfügung stehen“, so Erthel. Anschließend kann das „Buchfarter Mühlenbräu“ verkostet werden. Das Bier wird vom Thüringer Brauverein in Buchfahrt bei Weimar gebraut. Das Malz für das Bier wird in der historischen Wassermühle in Buchfart geschrotet.

Erfurt, den 9. Januar 2019


 

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